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Warum ist Nomina ein Müsli? - Teil 1, Gerste
Nomina-Gericht. So heißt jeder Brei von Nomina. Für manche ist das Wort „Gericht“ völlig selbstverständlich, andere hingegen verlieren sich in der Vielfalt der Getreidesorten. Oftmals hören wir beim Verkauf von Brei auf die Frage nach der gewünschten Sorte: „Gericht“. Wenn wir dann erklären, dass alle Getreidesorten Getreide sind, lachen beide Seiten. „Gericht“ ist also ein Synonym für „Getreidebrei“. Und es gibt eine ganze Reihe von Getreidesorten.
Getreide gehört botanisch gesehen zur Familie der Gräser. Ihre Früchte sind Körner in verschiedenen Formen und Größen. Vom großen Maiskorn bis zum winzigen Korn der Abessinischen Hirse oder des Teffs, das etwa so groß wie ein Mohnsamen ist. Manche Getreidearten lassen sich auch als Vollkorn verarbeiten, wobei Kleie und Keimling mitverzehrt werden, andere hingegen nicht (z. B. Hirse). Die Kleie dieser Arten wird einfach nicht gegessen.
Wenn Sie mehr über die Getreidesorten erfahren möchten, die Sie in Nomina finden, lesen Sie unsere Artikelreihe.
Beginnen wir mit der Gerste.
Gerste gehört zu den Getreidearten, die seit der Antike zur menschlichen Ernährung genutzt werden. Und mit Antike meine ich wirklich Antike, denn Gerste war eines der ersten Getreide, das die Menschen für ihren Lebensunterhalt anbauten. Daher überraschen uns die Funde aus dem alten Ägypten und anderen antiken Kulturen weltweit nicht. Es ist heute allgemein bekannt, dass Gerste die Nahrung von Gladiatoren und Soldaten war. Gerstenbrei war ein fester Bestandteil ihrer Ernährung und spendete Kraft. Doch nicht nur Brei. Gerstenaufgüsse dienten als Säuglingsnahrung und zur Stärkung von Schwerkranken und Genesenden. Zwar hat Weizen die Gerste weitgehend verdrängt, sie wird hauptsächlich als Futtermittel oder Rohstoff für die Bier- und Whiskyherstellung (Gerstenmalz) verwendet. Doch heute erlebt sie, wie andere Getreidearten unserer Vorfahren, eine Renaissance. Gerste findet man heute nicht mehr nur als Grütze in Eintöpfen oder Gemüseeintöpfen, sondern auch immer häufiger in Backwaren. Sie zählt nach wie vor zu den weltweit am häufigsten konsumierten Getreidesorten. Dass Gerstenkörner in antiken Kulturen als Gewichtseinheit oder Zahlungsmittel verwendet wurden, belegt ihre Bedeutung.
Gerste enthält Ballaststoffe, Kalium, Folsäure und Vitamin B sowie kein Cholesterin – all dies trägt zur Herzgesundheit bei. Die Ballaststoffe bestehen aus löslichen und unlöslichen Bestandteilen. Die Besonderheit der Gerste ist, dass die Ballaststoffe im gesamten Korn enthalten sind, nicht nur in den äußeren Schichten. Unlösliche Ballaststoffe fördern die Verdauung, beugen Verstopfung vor und senken das Risiko für Darmkrebs. Lösliche Ballaststoffe tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut bei und verringern die Glukoseaufnahme nach dem Essen. Daher sind sie auch wichtig für die Prävention von Typ-2-Diabetes. Gerste enthält Polysaccharide, sogenannte Beta-Glucane. Heute ist dies für viele kein unbekanntes Konzept mehr, und viele Menschen konsumieren Extrakte aus Austernpilzen, die ebenfalls Beta-Glucane enthalten, um ihr Immunsystem zu stärken. Beta-Glucane werden derzeit in verschiedenen Studien auf ihre Wirkung auf die menschliche Gesundheit untersucht.
Kein Lebensmittel ist an sich ein Heilmittel, aber wir können durch die Zusammensetzung unserer Ernährung viel für unsere Gesundheit tun. Gerste gehört definitiv zu einer ausgewogenen Ernährung (sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen). Man kann beispielsweise schwarzen Kuba-Gerstenbrei oder Gerstenbrei zum Frühstück essen (z. B. Nomina-Gerste, Mehrkorn- oder Trip-Gerstenbrei).
Quelle: Renaissance der Gerste www.socr.cz