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Müder Körper, gereizter Geist? Vielleicht fehlen Ihnen wichtige Vitamine
Müdigkeit, Reizbarkeit, Muskelkrämpfe oder Konzentrationsprobleme können mit einem Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zusammenhängen. Erfahren Sie, wie Sie mögliche Symptome eines Mangels an Vitamin D, B12, B1, K2, Eisen und Magnesium erkennen, welche Lebensmittel Sie in Ihren Speiseplan aufnehmen sollten und warum es sinnvoll ist, den Nährstoffstatus durch Bluttests überprüfen zu lassen.
Auch wenn Sie sich „nur ein bisschen müde“ fühlen, kann Ihr Körper Ihnen damit etwas Wichtiges signalisieren: einen biochemischen Mangel. Ein Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen muss sich nämlich nicht immer dramatisch äußern. Oft sind es nur kleine Warnsignale, die wir leicht übersehen. Wie erkennt man sie und was kann man dagegen tun?
Vitamin D: das Sonnenvitamin, das auch im Sommer fehlen kann
So erkennen Sie einen möglichen Mangel: Müdigkeit, Muskelschmerzen, geschwächte Immunabwehr, schlechte Stimmung und häufigere Knochenbrüche.
Was hilft:
- Sonne: Verbringen Sie täglich 15–30 Minuten im Freien ohne Sonnencreme (aber lassen Sie niemals einen Sonnenbrand entstehen).
- Ernährung: Essen Sie Lachs, Makrele, Eier oder Pilze.
- Nahrungsergänzung: Standardmäßig 1000–2000 IU täglich, bei Menschen mit höherem Körpergewicht bis zu 4000 IU. Vitamin D3 immer mit Vitamin K2 kombinieren.
Vitamin B12: Energie für Nerven und Psyche
Typische Symptome: Kribbeln in den Gliedmaßen, Vergesslichkeit, Stimmungsschwankungen, Blässe und chronische Müdigkeit.
Lösung:
- Ernährung: Setzen Sie auf Rindfleisch, Innereien, Eier und Milchprodukte.
- Nahrungsergänzung: Methylcobalamin oder Hydroxocobalamin sind die besten Optionen.
Achtung: Achten Sie besonders auf einen B12-Mangel, wenn Sie vegan leben, älter sind oder Medikamente gegen eine erhöhte Magensäure einnehmen.
Eisen: Energie, die im Blut verborgen ist
So kann sich ein Mangel zeigen: Müdigkeit, Atemnot bei körperlicher Belastung, blasse Haut, brüchige Nägel oder übermäßiger Haarausfall.
Was ist zu tun:
- Achten Sie auf Ihre Ernährung: Rotes Fleisch, Leber, Hülsenfrüchte, Spinat und Buchweizen.
- Nahrungsergänzung: Wählen Sie Eisen in Form von Bisglycinat und kombinieren Sie es mit Vitamin C für eine bessere Aufnahme.
- Wichtig: Kaffee, Tee oder Kalzium können die Eisenaufnahme hemmen. Bei Verdacht auf einen Mangel sollte nach der Ursache gesucht werden (z. B. chronische Entzündungen oder Blutverlust).
Vitamin B1 (Thiamin): Treibstoff für die Nerven
Symptome: Müdigkeit, Reizbarkeit, Muskelschwäche, Neuropathie, Schwellungen
- Nahrungsergänzung: Benfotiamin ist eine besser aufnehmbare Form
- Ernährung: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch und Nüsse
Risikogruppe: Menschen mit Alkoholabhängigkeit, Diabetes und chronischem Stress
Vitamin K2: Schlüssel für gesunde Knochen und Blutgefäße
Mögliche Mangelsymptome: Knochenschwund, Kalziumablagerungen in den Blutgefäßen, Neigung zu Blutergüssen.
- Ernährung - Fermentierte Sojaprodukte (z. B. Natto), Hartkäse, Eigelb
- Nahrungsergänzung: Idealerweise K2 mit Vitamin D3 kombinieren.
Magnesium: Mineralstoff für Ruhe und guten Schlaf
Symptome: Muskelkrämpfe, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit.
Was kann helfen:
- Nahrungsergänzung: Magnesiumcitrat, -bisglycinat oder -malat. Vermeiden Sie die Oxidform.
- Ernährung: Blattgemüse, Nüsse, Samen, Kakao, Vollkornprodukte.
Was empfehle ich?
Vor Beginn einer Nahrungsergänzung ist es sinnvoll, die Vitamin- und Mineralstoffwerte im Blut überprüfen zu lassen. So vermeiden Sie die unnötige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und das Risiko einer übermäßigen Zufuhr. Denken Sie daran, dass einige Vitamine unter bestimmten Bedingungen besser aufgenommen werden. Beispielsweise sollten die Vitamine A, D und K zusammen mit Fett eingenommen werden, während Vitamin C die Aufnahme von Eisen unterstützt. Nahrungsergänzungsmittel sollten eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung lediglich ergänzen und nicht durch eine hochwertige Ernährung ersetzen. Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel langfristig einnehmen, empfiehlt es sich, ihre Werte im Blut regelmäßig zu kontrollieren, um eine Überdosierung zu vermeiden. Im Zweifelsfall ist es immer am besten, einen Arzt oder Ernährungsspezialisten zu konsultieren.
Autorin des Artikels: Ing. Eva Kocurková