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Zu viele Vitamine? Auch gesunde Dinge können schaden. Die wahre Geschichte einer Kundin als Warnung

Vitamine sind für die Gesundheit unerlässlich, ein Überschuss kann dem Körper jedoch schaden. Der Artikel erklärt die Risiken hoher Dosen von Vitamin D, A, E, K2 und ausgewählten B-Vitaminen, weist auf die Gefahren der Kombination mehrerer Nahrungsergänzungsmittel hin und gibt Hinweise, wann eine Supplementierung mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden sollte.

Wir verbinden Vitamine mit Gesundheit. Je mehr, desto besser? Ganz im Gegenteil. Im Zeitalter von „Megadosen“, Empfehlungen aus dem Internet und frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln kann man selbst bei etwas, das eigentlich die Gesundheit unterstützen soll, leicht übertreiben. Eine Überdosierung von Vitaminen kommt zwar nicht so häufig vor wie ein Vitaminmangel, ihre Folgen können jedoch schwerwiegend sein – und werden häufig übersehen.

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Welche Vitamine können gefährlich werden?

Vitamin D

  • Was passieren kann: Ablagerungen von Kalzium in Blutgefäßen und Weichteilgewebe, Nierensteine, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit, Erbrechen.
  • Typischer Fehler: Langfristige Einnahme von 5000–10.000 IE täglich „vorsichtshalber“, ohne Laborkontrolle.

Vitamin A

  • Risiken: Leberschäden, Kopfschmerzen, Haarausfall, verschwommenes Sehen.
  • Größtes Risiko: Retinol aus tierischen Quellen und Nahrungsergänzungsmitteln (nicht Beta-Carotin).
  • Kritische Phase: Schwangerschaft – es besteht das Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes.

Vitamin E

  • Was passieren kann: Erhöhtes Blutungsrisiko, Müdigkeit, Muskelschwäche.
  • Grund: Als fettlösliches Vitamin wird es im Körper gespeichert.

Vitamin K2

  • Geringes Risiko, aber hohe Dosen können die Wirkung von Blutverdünnern beeinflussen.

B-Vitamine

  • Sie werden normalerweise über den Urin ausgeschieden, aber auch hier gibt es Ausnahmen:
    • B6 (Pyridoxin): Bei Dosen über 100 mg täglich können Neuropathien auftreten – Kribbeln und Gefühlsverlust.
    • Niacin (B3): Hohe Dosen können zu Hautrötungen, aber auch zu Leberschäden führen.

 

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Ein Fall aus der Praxis: „Ich habe alles richtig gemacht – und mich trotzdem mit Vitaminen vergiftet“

Die 45-jährige Kundin Jana kam mit chronischer Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Magenbeschwerden zu mir. In einem ausführlichen Gespräch stellte sich heraus, dass sie etwa ein Jahr lang täglich 8000 IE Vitamin D eingenommen hatte, weil „es ihr in den sozialen Medien empfohlen wurde“. Ihre Blutwerte hatte sie jedoch nie kontrollieren lassen. Laboruntersuchungen zeigten einen Vitamin-D-Wert deutlich über dem oberen Grenzwert (über 180 nmol/l) sowie einen erhöhten Kalziumspiegel im Blut. Die Diagnose? Eine chronische Vitamin-D-Intoxikation mit Kalziumablagerungen in den Nieren. Sie erforderte eine Behandlung und das Absetzen aller Nahrungsergänzungsmittel für mehrere Monate.

Jana war schockiert – „Ich wollte doch nur gesund sein.“

Wie kann man eine „Vitaminvergiftung“ vermeiden?

  • Testen, bevor Sie supplementieren. Vitamin D, B12, Eisen oder Vitamin A können routinemäßig im Labor untersucht werden.
  • Gezielte Supplementierung. Nehmen Sie nur Vitamine ein, die Sie tatsächlich benötigen, und in einer für Ihren Zustand geeigneten Dosierung.
  • Vorsicht bei Multivitaminen. Die Tagesdosen können sich unerwartet summieren, insbesondere wenn Sie mehrere Präparate gleichzeitig einnehmen.
  • Beobachten Sie Ihren Körper. Übelkeit, Müdigkeit, Hautausschlag oder Kopfschmerzen können Anzeichen einer Intoxikation sein.
  • Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten – das ist der beste abschließende Rat.

Autor: Ing. Eva Kocurková

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